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 Die Munin auf See

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Floki



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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:16 pm

"Ich trage aber auch Blut der Danen in mir.", setzte Floki an. "Aus dieser Sippe habe ich auch gelernt, die Runen zu lesen. Ich könnte mich auch öffentlich zu ihnen bekennen - nur dann wäre meine Reise wahrscheinlich zuende."
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Fingal Thorwinson
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:19 pm

"Mit den Danen habe ich keinen Streit. Und auch keiner meiner Verbündeten oder Anverwandten. Aber die Celden sind die Mörder meines Vaters und ich habe nicht vor, diese Schuld offen zu lassen.", sprach Fingal ernst. "Deswegen muss ich dich fragen: Wirst du mir die Treue halen, auch wenn die Celden meine Feinde sein werden und zu Feinden Frostheims erklärt würden?"
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Floki

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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:31 pm

Auch Floki wurde nun ernst: "Ich stamme aus einer der untersten Sippen, da sie eine vermischte ist. Was die ach so hohen Sippen der Celden treiben - davon erfahren wir meist erst, wenn alles in Gange ist. Die Vermischten haben für die Celden keine Bedeutung, außer wenn es um die Abgaben geht." Es schwang auch ein wenig Bitterkeit mit. "Trotzdem gibt es auch unter meinen Freunden aus Kinderzeit einige aus Sippen, die den Celden mehr wert sind." Er senkt die Stimme. "Ich kann nicht gegen meine gefühlten Brüder kämpfen. Das gilt genauso für dich." Er machte eine Pause, doch bevor Fingal etwas erwidern konnte, setzte er fort: "Ich sehe keinen Herrschaftsanspruch bei einer bestimmten Sippe - weder den Skanden noch den Celden - , aber du bist ein würdiger Jarl."
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Fingal Thorwinson
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:38 pm

Fingal dachte über Flokis Worte nach, der wohl seine Gedanken erraten haben musste. Schon lange trug er den Gedanken mit sich, den Celden die Feindschaft zu erklären und sie aus Frostheim zu treiben. "Sie haben sich nie damit anfreunden können, dass die Sippen uns Skanden zur Herrschaft erkoren haben. Es ist nicht so lange her, dass der Krieg zwischen Celden und Skanden unsere Insel entzweite und nun, da die Celden sowohl meinen Vater als auch meinen Großvater ermordet haben, sehe ich nur einen Weg: Die Vernichtung der Celden als mächtige Sippe.", sprach er, wobei die Verbitterung über diese Erkenntnis in seiner Stimme mitschwang. "Ich kann nicht riskieren, selbst ein Opfer der Celden zu werden. Und ich muss den Tod meines Vaters rächen. Deswegen frage ich dich noch einmal: Wem wirst du folgen!?"
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:47 pm

Floki atmete einmal durch, bevor er sagte: "Bei den Celden sehe ich keinen würdigen Jarl. Ich werde dir folgen und auch gerne gegen die Mörder ziehen - aber das sind nur die hohen Sippen."
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Fingal Thorwinson
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 12:52 pm

Fingal stand auf und wandte sich nun vollends Floki zu. "Als einziger Celde auf der Munin fordere ich von dir den Eid vor Odin, der dich an mich bindet, bis ich sterbe oder du dein Leben aushauchst.", sprach er und deutete Floki, zu knien. "Willst du mir als dein Jarl treu folgen, den Celden entsagen und immer deinem Jar, durch den Allthing bestimmt, dienen?"
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 2:36 pm

Die Unterhaltung hatte inzwischen zu viel Aufmerksamkeit erhalten. Olaf, der in der Nähe war, nickte Floki zu, doch Floki musste sich kurz sammeln, bevor er an den Jarl gerichtet sagte, während er langsam auf ein Knie begab - es knackte kurz, da diese Bewegung für ihn alles andere als alltäglich war: "Der Einäugige hat unter allen Asen den Vorsitz. Seine Weisheit und sein Opfer für diese, sowie der Wunsch jedes Kriegers, nach Walhall zu kommen, machen es jedem leicht, auf ihn zu schwören. Dennoch möchte ich lieber auf Forseti schwören, da er mir als einer der Hausgötter meiner Sippe - als Hausgott der Danen - vertrauter ist. Forseti ist der oberste Richter der Asen, der um Frieden bemüht ist, aber auch dem Streit als Weg zu neuem Frieden nicht verschlossen ist. In seinen Händen will ich mein Schicksal wissen, auf Forsetis Namen und Weg möchte ich den Eid ablegen, der mich - als einer der Freien - dir, dem Jarl, zu Treue verpflichtet." Während er sprach, hatte er den Blick zunächst gesenkt, hob ihn aber während des letzten Satzes und blickte dem Jarl ins Gesicht. Er zog ein Messer und legte es sich an die Handfläche, um auf ein Zeichen des Jarls hin, den Eid mit Blut ablegen zu können.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Fr Apr 19, 2013 11:25 pm

Fingal blickte seinen Bootsmann regungslos an. Eine Weile verharrte er, bis er schließlich lächelte und sagte: "Dann will ich mein Versprechen als Jarl, gerecht zu herrschen und dir ein würdiger Anführer zu sein. Der Allvater soll mich Weisheit lehren, dass ich niemals von dir verlange,was deiner nicht würdig ist und dass ich alles tue, um dein Leben , wie das Leben aller Freien, zu schützen." Er rechte Floki die rechte Hand und ergriff dessen rechten Unterarm, um ihm wieder aufzuhelfen und wie einen Bruder zu umarmen.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 11:22 am

Floki lächelte zufrieden, ergriff die dargebotene Hand sowie den zugehörigen Oberarm und ließ sich hochhelfen. Oben angekommen erwiderte er die Umarmung.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 11:27 am

Für Fingal war die Frage der Treue damit beendet und er war sich sicher, das Floki auch in der Mannschaft für Ordnung sorgen konnte, sollte Zweifel an ihm aufkommen. Deshalb, und weil er mit den Gedanken immer wieder woanders war, sprach er die nächsten Tage kaum noch mit Floki oder sonst einem Besatzungsmitglied.

Ein wenig veränderte sich das Verhalten im Hafen von Hammaburg. Zusammen mit Freya, dem Huskarl Skali Arneson und Aron verließ er für eine Nacht das Schiff und kehrte erst am frühen Morgen, leicht angetrunken, wieder das Schiff. Skali schien am getrunkensten zu sein, Aron hingegen nüchtern. Fingal schickte beide schlafen und setzte sich selbst auf seinen Stuhl. Ein Krug Apfelost stand bereit und er leerte ihn in einem Zug. "Was für eine Nacht....", murmelte er vor sich hin und grinste....
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:05 pm

Floki wachte früher auf als sonst. Er hatte den betrunkenen Skali auf sein Lager plumpsen gehört. Mit dem Gedanken, noch kurz den Mond zu betrachten, stand er auf und sah überrascht, dass der Jarl sich nicht gleich ins Bett begeben hatte. Der Mond, den Floki sehen wollte, war noch leicht zu sehen, da sich der Himmel bereits leicht erhellte. Er seufzte. Auch wenn er sich jetzt wieder schlafen legen würde, wäre er doch wahrscheinlich kurze Zeit von den anderen im Schlaf gestört worden. So in Gedanken schlenderte er auf dem Boot in Richtung des Landungsstegs, um die noch schlafende Stadt zu betrachten.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:07 pm

"Trinkst du noch was mit mir?", fragte Fingal und deutete auf ein leeres Methorn und ein kleines Fässchen, dass vor ihm stand. "Du wirst sicher hören wollen, was es neues aus der Hammaburg gibt..."
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:12 pm

"Ich wollte mir eigentlich die erwachende Stadt ansehen.", meinte Floki, bevor er mit einem Grinsen fortfuhr: "Aber so ein Angebot kann ich natürlich nicht ablehnen." Auf dem kurzen Weg zum Jarl streckte er sich aber noch einmal, sodass es ihm in den Schultern knackte, und gesellte sich anschließend zu Fingal.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:16 pm

Fingal füllte das Horn und reichte es Floki. Selbst schien er doch keinen Durst zu haben, sondern das Horn nur als Vorwand zu nutzen, Floki in ein vertrauliches Gespräch zu verwickeln. "Heute haben wir Beute gemacht, ohne selbst zu handeln.", setzte er an. "Im Grunde: Sogar ohne es darauf anzulegen. Der Herr von Hammaburg hat das Schiff Speedwell für vogelfrei erklärt. Und nunja, ein Besatzungsmitglied ist wohl in die Klinge eines Gastes gelaufen." Er machte eine Pause. "Wir werden wohl öfters hier Halt machen, denn Gerüchten nach macht das Schiff in dieses Gewässern noch Halt. Und wir sollten auch sonst wo die Augen und Ohren offen halten... Gesetzlose sind immer ein dankbares Opfer...."





OT: Die Speedwell ist ein von Spielern bespieltes Schiff und wird im Forum nicht vorkommen
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:30 pm

Floki war immernoch nicht ganz wach, horchte aber bei "Beute" auf. Das Denken ging entsprechend noch nicht so schnell von der Hand, so dass eine kurze Pause entstand. "Wenn der Herr der Hammaburg soetwas öfter macht, wird es sich aufjeden Fall lohnen.", sagte er, wobei er beim letzten Wort gähnen musste. "Ich weiß nur nicht, ob es in einer so großen Stadt auch so sicher ist wie es immer scheint.", gab Floki zu bedenken, bevor er noch einen Schluck nahm und somit das Horn fast leerte.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 12:34 pm

"Dieses Schiff ist aber noch nicht gefasst und die Mannschaft frei.... Ich würde mich wundern, wenn es allzu schnell aufgebracht wird.", er trank noch etwas Most und gähnte nun ebenfalls. "Dennoch werden wir bald aufbrechen. Gib der Mannschaft von drei Stunden, dann setz Segel, Kurs Nordost, immer die Küste entlang. In 10 Tagen sollten wir uns dem richtigen Hafen nähern, in dem wir uns einem anderen Schiff nach Morea anschließen."

Ohne noch etwas zu sagen gin Fingal ins Bett. Schon bald war sein durchdringendes Schnarchen zu hören.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 1:28 pm

Floki nickte ob des Gesagten und nahm den letzten Schluck aus dem Horn, während Fingal sich zubett begab. Als kurze Zeit später das Schnarchen einsetzte, dachte sich Floki: Så kommer jag aldrig fortsätta sova..., und füllte sich noch einen kleinen Schluck Met ein, bevor er sich wieder in Richtung des Landungsstegs begab und sich, an einen Pfahl gelehnt, die erwachende Hammaburg besah.

Eine Stunde später hörte er, wie ein Hahn den Sonnenaufgang bekundete und wie jemand sich darüber lautstark und lallend beschwerte. Ein verschlagenes Grinsen zog über sein Gesicht. Wie gerne würde er den Betrunkenen um sein weniges Hab und Gut noch erleichtern oder ihn zumindest zum Schweigen bringen, jedoch rührte er sich nicht vom Fleck und sah zu, wie die Sonne das Hafenviertel langsam in goldenes Licht tauchte. Als Floki seinen Blick in Richtung des Meeres drehte, fiel ihm ein kleines glänzendes Objekt auf, das neben der Munin im Hafenbecken lag. Er überlegte sich kurz, ob es das kalte Wasser wert sei, entschied sich dann aber dagegen, ins Wasser zu springen. Das Objekt war zu tief unter Wasser. Um sich gänzlich aufzuwecken schöpfte er etwas kaltes Wasser und wusch sich das Gesicht. Inzwischen waren die ersten Krieger wach und besahen erstaunt den Bootsmann, der so früh am Morgen und mit guter Laune bereits unter den Lebenden weilte.

Floki gab den Frühaufstehern Bescheid, dass es heute wieder auf See gehen würde. Die Neuigkeit mit den Vogelfreien würde er nicht weitergeben, ansonsten würde der Wunsch in den Männern wachsen, weiter in der Nähe zu bleiben und das besagte Schiff zu jagen. Als de Sonne etwas höher stand, weckte Floki die erste Rudermannschaft und gab ihnen kurz Zeit, bevor es an die Riemen ging.

Gemächlich und ohne gesetzte Segel wurde die Munin von den Männern aus dem Hafen gerudert. Floki ließ es sich nicht entgehen, selbst auch zu rudern. Als sie aus dem Hafen hinaus waren wurde die Munin auf Kurs gebracht und unter gesetzem Segel ging es nun auch ohne Ruderkraft voran. Die Rudermannschaft ließ er in Bereitschaft, da er dem Morgenwind nicht traute; er erschien ihm schwach und zu unstet. Der Steuermann, der es gewohnt war, zu dieser Stunde wach zu sein, meinte, dass alles in Ordnung sei. Daraufhin halbierte Floki die Gruppe der Leute, die sich bereit halten sollten. Auch nun erzählte er nichts von dem vogelfreien Schiff, das der eigentliche Grund für die Bereitschaft war.

Zur Mittagszeit nahm der Wind ein wenig zu und die meisten Krieger waren nun aufgestanden. Als genügend Leute wach waren, ließ er auch die Bereitschaft aufheben mit Verweis auf den gefestigten Wind. Trotz der Beteuerungen des Steuermanns hatte die Bereitschaftsgruppe für eine halbe Stunde rudern dürfen, da der Wind zwischenzeitlich doch zu unstet wurde und das Segel kaum noch füllte. Flok hatte ihn dafür mit einem triumphierenden Blick bedacht. Als Fingal Anstalten machte, aufzustehen, legte sich Floki hin, um etwas zu entspannen.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Apr 23, 2013 10:00 pm

Fingal stand erst gegen Mittag auf. Nur mit einer einfachen Tunika bekleidet, die ihm fast bis zu den Knien ging, setzte er sich auf seinen Thron und gähnte ausgiebig. Das Schiff war mittlerweile gut vorangekommen und die Hammaburg war am Horizont kaum noch zu sehen. Er winkte den zweiten Steuermann zu sich und breitete vor sich eine Karte von den nördlichen Mittellanden aus. Während er mit dem Finger über die karte fuhr, beschrieb er seine Pläne für die kommenden Tage: "Wir sind jetzt hier. Wir folgen dieser Strömung. Bis zu dieser Meerenge zwischen der Bretonie, Neu Tirrannonn und Avonleigh. DIe Lehawre umsegeln wir nördllich. Wir werden dort festmachen", an gezeigter Stelle hatte ein Brandloch den Namen ausgelöscht, "und dann herausfinden, welches Schiff uns nach Morea führt."

Der Steuermann hörte aufmerksam zu und gab die Befehle schließlich dem ersten Steuermann weiter. Fingal unterdessen frühstückte ausgiebig Wurst, Käse und Schmalzbrot. Nach dem vergangenen Abend hatte er das Gefühl, ganze Ochsen vertilgen zu können, beendete dennoch bald sein Mahl und kleidete sich endgültig an. Dieses mal entschied er sich für die dicke, schwarze Tunika mit silberner Borte und dazu die rote Hose. Er trug wie immer Gürtel und Waffengurt und über allem den schwarzen Umhang mit Pelzbesatz. "Alle Mann bereitmachen zum Rudern! Ich will sehen, was ihr könnt!", rief er über das Deck, worauf hin sich alles in Bewegung setzte. Wie die Flügel eines großen Vogels setzten sich die Riemen in Bewegung, tauchten ein, zogen durch und hoben sich wieder. Immer im gleichen Rythmus und beschleunigten die Munin. Fingal ging die Reihen entlang und musterte jeden einzelnen. Wer war besonders tüchtig, wer weniger? "Ihr könnt noch schneller!", rief er und stachelte die Mannschaft weiter an. Das Schiff beschleunigte weiter und der Bug begann, sich aus dem Wasser zu heben. "Ich habe es schon schneller gesehen! Legt euch in die Riemen!", ertöhnte Fingals Stimme wieder und das Schiff wurde wieder etwas schneller. Mittlerweile zeigten sich auf ersten Gesichtern die Spuren der Anstrengung, aber der Jarl dachte nicht ans aufhören. Zu lange war die letzte Übung dieser Art her und er würde sie nun öfters wiederholen lassen. Das Meer flog nun dahin und das Schiff kam zu höchster Fahrt auf. Er ließ das Tempo eine Weile halten. Mittlerweile schwitze jeder Mann und die Anstrengung stand jedem ins Gesicht geschrieben.

Für manche schien es eine Ewigkeit zu dauern, bis Fingal endlich die erlösenden Worte sprach: "Riemen hoch und ausruhen!"
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Mi Mai 01, 2013 8:45 am

Als es dunkel wurde, ließ Fingal das Schiff langsam in einen Fjord einfahren. Auf beiden Seiten ging seichtes Wasser in Strand und schließlich in weite Graslandschaften über und nur voraus war das Licht und die Ansammlung von Rauchfahnen zu erahnen. Nur von der Kraft der Ruderschicht wurde die Munin an hineingebracht und Fingal hieß alle, sich ruhig zu verhalten. "Der letzte Strandhogg ist zu lange vorbei und hier brauchen wir auf keine Freundschaft Rücksicht nehmen.", sprach Fingal zu den Frostheimern. "Schnell wie der Wolf und stark wie der Eber werden wir uns nehmen, was uns gebührt!" Mehr brauchte er nicht zu sagen. Heute Nacht würde es wieder Beute geben....
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   So Mai 05, 2013 9:50 am

Nur eine Stunde später führte der Rabe am Vordersteven die Mannschaft wieder in Richtung offenes Meer und die Munin bis oben hin mit erbeutetem Fleisch, Bier und Silber gefüllt. Die Mannschaft ruderte, erschöpft, aber mit sich zufrieden und sang eines der vielen Lieder, dass die Zeit nach dem Kampf noch vergoldete.
Es war alles sehr schnell gegangen. Ehe die Bewohner, die den Wachturm seit Jahren wohl nicht mehr benutzt hatten, reagieren und zu ihren Spaten, Messern oder Mistgabeln hatten greifen können, waren die meisten im Schlaf erstochen oder auf den Marktplatz geschleift worden, wo Fingal und seine Huskarle sie begutachteten. Einzelne Häuser waren bereits angesteckt worden und würden bis zum Morgengrauen bis auf die Grundmauern niederbrennen. Von allen Seiten war die Beute herangetragen und dann auf dem Schiff verstaut worden.
Der Blutzoll der Dorfbewohner war hoch gewesen, fast di Hälfte war gestorben oder würde den nächsten Tag nicht erleben. Die Frostheimer, geschützt durch Kettenhemden und Helme hatten leichtes Spiel gehabt und bis auf einzelne Prellungen keine Verletzungen. Am Bug stehend blickte Fingal den Fjord in Richtung Meer entgegen. Sobald das Segel gesetzt werden konnte, würde den Tag über im Wechsel geschlafen und gewacht werden...
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Mai 07, 2013 2:35 pm

Seitdem Floki zu dem erneuerten Eid gedrängt wurde, war er immer wieder in Gedanken versunken, wenn es die Umstände zuließen - während des Ruderns konzentrierte er sich aufs Rudern und freute sich, von dem Eid abgelenkt zu sein. Im Dorf hatte auch er gewütet, jedoch nachdenklicher als sonst und hatte überlegter, gezielter getötet. In Gedanken drehte er den geleisteten Eid hin und her, immer un immer wieder, um einen möglichen Angriffspunkt zu finden - es ging um das Wohl seiner Angehörigen.
Als seine Ruderschicht nach dem Besuch in dem Dorf zuende war, versank er wieder in Gedanken, bevor sein typisches Grinsen auf seinem Gesicht erstrahlte - in keinem Wort hatte er direkt mit den Celden gebrochen, jedoch Forseti offiziell Loki vorgezogen. Es war dringend, dass dies in Frostheim erst nach seiner Ankunft bekannt wurde. Er müsste mit den Danen sprechen und sie um Rat fragen, doch Hauptsache war, dass es keinen direkten Wortbruch gab. Er begab sich zu Fingal und eröffnete ihm seine Gedanken und Überlegungen zu diesem Thema. Solange die Munin nicht in Frostheim war, dürfe kein Wort über den Eid das Schiff verlassen.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Di Mai 07, 2013 10:35 pm

Fingal hörte Floki aufmerksam zu und dachte über seine Antwort nach. "Hast du gegenüber den Celden einen Eid geschworen?", fragte er schließlich. "Ich weiß, dich verbindet das Blut zu dieser Sippe und nur kannst dein Wyrd tragen, aber du bist auch mir verpflichtet und ganz Frostheim." Er machte ein kurze Pause. "Jeder muss den Mantel selbst tragen, den die Nornen für einen weben."
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Mi Mai 08, 2013 1:05 am

Floki erwiderte: "Den nornengewobenen Mantel trage ich mit Stolz und einen eigenen Eid habe ich nicht abgelegt - meine Väter aber", er machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr, "und dieses Versprechen wird mit dem Blut weitergegeben wie der Schutz der Sippe - in meinem Fall der Sippen. Auch wir Vermischten müssen darauf achten, damit nicht zu brechen. Mein Eid bindet mich an dich; Dein Wort versprach mir als Freien Schutz. Deshalb bitte ich um Schutz meines Fēs - meines Besitzes - und meiner Angehörigen dadurch, dass ich diese Angelegenheit bei meiner Ankunft selbst regeln kann mit Hilfe von Forseti - und der Danen - ohne vorher wegen angeblichen Bruchs verdammt zu werden."
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Mi Mai 08, 2013 2:01 am

Der Jarl nickte und antwortete: "Wenn wir wieder in Frostheim sind, kannst du zu deinen Leuten gehen. Und wenn du meine Meinung hören willst: Die Celden sind Neidinge, die selbst Eide gebrochen haben. Sie haben dem Einäugigen einen Eid geschworen und ihn gebrochen. Sie haben sich der Jarlswahl zum Allthing unterworfen und dann Kriege begonnen. Ein Eid gegenüber einem Celden ist für einen Ehrbaren so bindend wie ein Faden für einen Eber." Er machte eine Pause. "Du kannst selbst Fäden in dein Gewand einweben und ich glaube, Forseti wird seine Hand über dich halten."
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Mi Mai 08, 2013 2:31 am

"Und trotzdem ist ein Eid höchstens von den Göttern zu lösen. Man kann so viele Fäden einweben wie man will, die Fäden der Nornen aber geben schließlich die Form.", gab er zu bedenken, bevor er sich bedankte und sich entfernte. Er hatte erneut etwas zu denken: Ein Eid gegenüber einem Celden sei für einen Ehrbaren nicht bindend - den Eid, um den es hier ging, sollte Floki leisten wegen seines celdischen Blutes. Dies brachte er jedoch nicht zur Sprache, sondern fasste seinen Entschluss und hakte das Thema ab. Trotz des faden Beigeschmack der Worte des Jarls lehnte sich Floki schließlich zurück um zu entspannen - er würde jetzt sowieso nichts weiter tun können als seinem Plan zu folgen und zu hoffen, dass die Nornen gnädig waren.
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BeitragThema: Re: Die Munin auf See   Mi Mai 08, 2013 2:46 am

Die nächsten Tage dachte Fingal über die Unterhaltung mit Floki nach. Er konnte sich vorstellen, in welcher Lage sich Floki befand, wusste aber keinen Ausweg. Schon immer war es denen, die zwischen zwei Sippen lebten, schwer gegangen. Für die Kinder zweier Hochsippen war dies umso härter. Schließlich ging er zu Floki und setzte sich zu ihm auf die Ruderbank. "Nun sprechen wir mal nicht von Bootsmann zu Jarl, sondern von Frostheimer zu Gode.", begann er. "Ich weiß, deine Lage ist schwer und das Blut bindet dich. Und als ich sagte, ein Eid gegenüber einem Celden sei nicht bindend. Aber in dir sehe ich einen Danen und vor allem einen Freund." Er ließ die Worte stehen und wartete, wie Floki reagieren würde...
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